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Kliniken

Forschungsprojekt RehaCAT+

Hintergrund

Im Rahmen der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und in Kooperation mit 12 deutschlandweit verteilten Rehabilitationskliniken, soll in diesem Projekt eine Erweiterung von RehaCAT (=RehaCAT+) in einer cluster-randomisierten kontrollierte Studie evaluiert werden. Das Projekt zielt dabei auf die Wirksamkeits- und Kosten-Effektivitätsüberprüfung von RehaCAT+, einem um Handlungsempfehlungen und Dokumentationshilfen erweiterten Web-basierten Testsystem, im Vergleich zur Standarddiagnostik bestehend aus RehaCAT ab. Vor Projektbeginn werden die teilnehmenden Kliniken zufällig in einem 1:1 Design zu RehaCAT oder RehaCAT+ zugewiesen.

 

Was ist RehaCAT+?

RehaCAT+ ist in der Struktur äquivalent zu RehaCAT. Ergänzend bietet RehaCAT+ hinterlegte Handlungsempfehlungen (für Klinikmitarbeitende und Rehabilitand*innen), Dokumentationshilfen sowie unterstützende (Informations-)materialien für die Dimensionen Depression und Angst. Dabei folgt RehaCAT+ einer Persuasive Design optimierten Technologie (z.B. Fähigkeit und automatische Trigger-berücksichtigende Testumgebung) zur Steigerung der gewünschten Handlungswahrscheinlichkeit.

Neben der bestehenden Funktion, die Testergebnisse der Rehabilitand*innen innerhalb der Mitarbeitenden-Plattform abzurufen, werden zusätzlich die Handlungsempfehlungen sichtbar und abrufbar sein. Diese Empfehlungen beziehen sich auf die Rehabilitation und die post-stationäre Zeit. Die Grundlage hierfür bilden die Reha-Therapiestandards und Rahmenkonzepte (Deutsche Rentenversicherung Bund, 2016b, 2016a, 2016c, 2015a), die Praxisempfehlungen für die orthopädische und kardiologische Rehabilitation (Reese et al., 2012; Reese und Mittag, 2013), die Empfehlungen zur Psychodiagnostik in der somatischen Rehabilitation (Baumeister et al., 2011) sowie die S3-Leitlinien für Depression (DGPPN et al., 2015) und Angst (Bandelow et al., 2014).

Zusätzlich wird die Mitarbeitenden-Plattform um zwei Funktionen erweitert: „Dokumentationshilfe“ und „Materialien/Unterlagen-Bereich“. Die Dokumentationshilfe bietet den Behandelnden Textbausteine zur Dokumentation im Entlassungsbericht in Anlehnung an den Leitfaden des ärztlichen Reha- Entlassungsbericht der Deutschen Rentenversicherung Bund (Deutsche Rentenversicherung Bund, 2015b), individualisiert abgestimmt auf die Testergebnisse und darauf aufbauend erfolgten Maßnahmen im Rehabilitationsprozess. Der Materialien/Unterlagen-Bereich beinhaltet Informations- und Unterstützungsmaterialien.

Flyer Studieninformation

Smart Sensing

Hintergrund

Um frühzeitig mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung in unserem Leben zu erkennen, ist ein regelmäßiges Erfassen der Gesundheit ein wichtiger erster Schritt. Smartphones sind heutzutage allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken. Sie begleiten uns jeden Tag von früh bis spät und erfassen dabei eine große Menge von Daten wie z.B. Informationen über Aktivitäts-, Bewegungs- und Interaktionsverhalten. Genau deshalb bietet gerade das Smartphone eine vielversprechende Möglichkeit, Gesundheitsdaten kontinuierlich zu erfassen. Einerseits können über das Smartphone klassische Gesundheitsfragebögen abgefragt und ausgewertet werden, wodurch der Gesundheitszustand abgebildet werden kann. Andererseits zeigen erste Studien, dass auch digitale Marker wie zum Beispiel die Nutzungszeit des Smartphones oder das Aktivitätsverhalten (z.B. Anzahl der Schritte) Rückschlüsse auf die Gesundheit zulassen. In einer Studie konnte beispielsweise das Vorhandensein einer Depression bei Studierenden mit einer Genauigkeit von über 80% auf Basis der Smart Sensing Daten vorhergesagt werden (Wang et al., 2018).
 

Referenzen

Bandelow, B., Wiltinkt, J., Alpers, G.W., Benecke, C., Deckert, J., Eckhardt-Henn, A., Ehring, C., et al., 2014. Deutsche S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen.

Baumeister, H., Jahed, J., Vogel, B., Härter, M., Barth, J., Bengel, J., 2011. Diagnostik, Indikation und Behandlung von psychischen Störungen in der medizinischen Rehabilitation (DIBpS). Ein Leitfaden zur Implementierung eines psychodiagnostischen Stufenplans in der medizinischen Rehabilitation. Deutsche Rentenversicherung

Deutsche Rentenversicherung Bund, 2016a. Reha-Therapiestandards Chronischer Rückenschmerz - für die medizinische Rehabilitation der Rentenversicherung. Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabil.

Deutsche Rentenversicherung Bund, 2016b. Reha-Therapiestandards Koronare Herzkrankheit - für die medizinische Rehabilitation der Rentenversicherung. Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabil.

Deutsche Rentenversicherung Bund, 2016c. Reha-Therapiestandards Depressive Störungen - für die medizinische Rehabilitation der Rentenversicherung. Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabil.

Deutsche Rentenversicherung Bund, 2015a. Rahmenkonzept zur Nachsorge - für medizinische Rehabilitation nach §15 SGB VI. Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabil.

Deutsche Rentenversicherung Bund, 2015b. Der ärztliche Reha-Entlassungsbericht - Leitfaden zum einheitlichen Entlassungsbericht in der medizinischen Rehabilitation der gesetzlichen Rentenversicherung 2015. Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabil.

DGPPN, BÄK, KBV, AWMF, 2015. S3-Leitlinie/ Nationale Versorgungsleitlinie Unipolare Depression. https://doi.org/10.6101/AZQ/000364

Reese, C., Mittag, O., 2013. Psychologische Interventionen - Praxisempfehlungen für psychologische Interventionen in der Rehabilitation: Chronische Rückenschmerzen und Koronare Herzerkrankung, Deutsch Rentenversicherung Bund - Sozialmedizin und Rehabilitationswissenschaften.

Reese, C., Spieser, A., Mittag, O., 2012. Psychologische Interventionen in der Rehabilitation von Patienten mit koronarer Herzerkrankung: Zusammenfassung der Evidenz und der Empfehlungen aus systematischen Übersichtsarbeiten und Leitlinien. Rehabil. 51, 405–414. https://doi.org/10.1055/s-0031-1295446

Wang, R., Wang, W., DaSilva, A., Huckins, J. F., Kelley, W. M., Heatherton, T. F., & Campbell, A. T. (2018). Tracking depression dynamics in college students using mobile phone and wearable sensing. Proceedings of the ACM on Interactive, Mobile, Wearable and Ubiquitous Technologies, 2(1), 1-26.